Caro van Kuchen live aus NRW

April 18, 2008

April in Aachen

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — carovankuchen @ 5:11 Uhr nachmittags
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Nachdem ich mich nun einige Zeit in der schöpferischen Versenkung befunden habe, geht es jetzt wieder aufwärts. Das Sommersemester hat endlich angefangen, ich kann mich vor Stress kaum retten, aber es gibt auch interessante Dinge zu berichten. Endlich lerne ich Spanisch bei einem lustigen Mario, und Gebärdensprache bei einen Gehörlosen Dozenten. Außerdem hab ich einen Dozenten der aus Sachsen-Anhalt kommt. Das ist echt stark…und lustig, denn der Mann spricht scheinbar etwas gequältes Hochdeutsch. Trotzdem studiere ich immer noch Politikwissenschaft und VWL und Wirtschaftsgeschichte. Daran hat sich nichts geändert. Unglaublich zufrieden bin ich mit der Wahl an wirklich stressigen Tagen nicht mehr. Vielleicht hätte ich doch was praxisnäheres machen sollen. Aber man hat an so einer großen Uni natürlich den Vorteil, dass man viele Dinge nebenbei machen kann. Also belege ich Gebärdensprache. Sehr spannend und nur zu empfehlen. Wer sich mal ein bisschen informieren will um sich demnächst mit mir unterhalten zu können findet Spannendes und weiterführende Links auf www.taubenschlag.de

Was sagt der Ost-West-Konflikt?

Also, erst einmal muss ich erwähnen dass ich mich hier super eingelebt habe. Als ich zum ersten Mal in Aachen war, empfand ich die Stadt als riesig. Mittlerweile kenn ich mich ganz gut aus…und mal unter uns: Eigentlich besteht tatsächlich die halbe Stadt aus Studenten und der Rest ist nicht allzu groß :-D

Trotzdem vermiss ich natürlich ab und zu mal die Altmark, die doofen Menschen die nur über die alten Zeiten und die Mauer reden und die netten Menschen die einfach lockerer drauf sind als das hier der Fall ist. Blöde Menschen gibt es sowohl links und rechts der ehemaligen Deutsch-Deutschen-Grenze. Langsam sollte allerdings zu erwarten sein, dass man sich nicht überall anhören muss wie doof man denn ist wenn man aus dem jeweils anderen Eckchen stammt. Was ich heut allerdings erlebt hab war Neuland. Man ging ganz locker in die Cafete, packte sich einen Salat für 1,25 zusammen und suchte sich ein Plätzchen. Dort saßen natürlich auch andere Menschen. 4 Typen mit einem Laptop. Die ganze halbe Stunde in der ich dort saß ging es nur darum, sich über Ostdeutsche lustig zu machen. Damit hab ich eigentlich auch noch kein Problem. Man muss sich ja nicht angesprochen fühlen. Aber was die sich da erzählt haben war mehr als unter der Gürtellinie. Und solche Leute sind dann auch noch an der Exzellenz RWTH University. Nein, ich bin nicht aufgestanden und hab denen was gesagt, aber ich war kurz davor. Es ist aber höchste Zeit neben den ganzen Organisationen für vom Schicksal benachteiligte Menschen, Mütter, Ausländer oder sonstewas auch mal ne nette Gruppe von Ostdeutschen an der RWTH zu gründen. Schon allein wegen möglichen Fahrgemeinschaften könnte man darüber mal nachdenken. Wie auch immer, manche Menschen sind eben blöd, manche sind so blöd, dass man es nicht in Worte fassen kann. Ich hoffe das war ein seltener Zwischenfall, aber der Spaß an der Freude geht dabei echt verloren.

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