Caro van Kuchen live aus NRW

Mai 22, 2009

Geduld ist eine Tugend

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — carovankuchen @ 8:17

Langeweile. Das ist das Wort, welches ich seit meinem Umzug in das „bessere“ Deutschland nicht mehr hören wollte. Leider habe ich seit Donnerstag doch ziemlich damit zu tun. Auf einmal plagt mich der Gedanke, Menschen mit meiner Anwesenheit zu nerven und ich habe das Gefühl die Gastfreundschaft einiger Studenten überzustrapazieren. Zugeben würden besagte Betroffene das sicherlich nicht. Und abgesehen davon könnte sich ja auch mal jemand zu mir einladen – einfach vorbeikommen – tut aber keiner. So sitze ich also in meiner Wohnung und plage mich mit meiner Unentschlossenheit herum. Wie Benzin auf Feuer trifft auf das Problem, dass ich ein extrem unGeduldiger Mensch bin. Wenn ich dann aber mal etwas erhalte, bekomme, erreiche, dann will ich DAS nach sehr kurzer Zeit meist nicht mehr haben. Vielleicht ist es deshalb ganz gut, wenn man mal auf die Probe gestellt wird und die Geduld herausgefordert wird. So weiß ich hoffentlich zu schätzen was ich davon hab, wenn ichs denn dann hab. So lange werde ich halt noch ein bisschen lesen, Musik hören, Gedanken und Gefühle verschwenden oder verwenden um mich in eine Art Trance zu versetzen die mich nicht Schlafen lässt (vielleicht liegt das aber auch an irgendwas anderem). Die Zeit aber vergeht so ganz gut. Vielleicht ist es wirklich „Die wahre Kunst im Leben besteht nicht darin, immer zu bekommen, was man will, sondern es immernoch zu wollen, wenn man es bereits bekommen hat.“ Manchmal denke ich, dass ich eine Persönlichkeitsstörung hab, weil ich genau diesen Satz fast nie einhalten kann. Sobald ich etwas habe wird es langweilig (von Dingen wie meinem tollen MacBook abgesehen…ich rede hier eher von Menschen). Aber scheinbar gibt es ja noch andere Menschen die dieses Problem haben, sonst hätte ich ja diesen Satz nicht gefunden :-) . Das beruhigt sehr, aber geduldiger macht mich das nicht. HABEN WILL!

Mai 15, 2009

Optimismus und Selbstbewusstsein?

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — carovankuchen @ 8:29

Nachdem ich jetzt etwa 3 Wochen am Stück mit irgendwelchen Krankheiten verbracht hab, ist das schlimmste hoffentlich vorbei. Ich gehe einfach mal optimistisch an die Sache und zeige meinem Körper mit ein paar Spaziergängen und Unterhaltungen, dass es mir wieder besser zu gehen hat. Dazu gibts dann Obst und Gemüse, Tee und definitiv keinen Alkohol. 

Letzteres ist garnicht so einfach wenn man sich bei Studentenverbindungen rumtreibt. Bier wird einem immer hingestellt, da muss man nicht mal fragen. In dieser Woche war ich allerdings bei einem Verein, bei dem ich in 6 Stunden ganze 2 Gläser Cola getrunken hab, weil mir einfach niemand was angeboten hat. Noch dazu war ein Farbenbruder zu späterer Stunde noch nicht einmal bereit mir was nichtalkoholisches zu reichen. Alkohol ist ja schön und gut, aber auch irgendwie jedem selbst überlassen. Ich denke, dass das akzeptiert werden sollte wenn man nichts trinken will. Traurig, dass eine Droge so angesehen ist, dass man als Außenseiter dasteht, wenn man sie nicht konsumiert. Dabei ist doch nicht mal der Alkohol das, was einen Abend zu einem erfolgreichen macht. Gestern war ich zum Beispiel beim Fuxenessen, da hat niemand was getrunken und es war trotzdem sehr lustig. Naja, ich werd mindestens bis Ende Mai nichts trinken. Meiner Gesundheit zu liebe und meinem Spaß zu liebe. Denn wenn man am nächsten Morgen wach wird und sich an einen lustigen Abend erinnern kann ist das doch viel erfüllender, als wenn man wach wird, kotzen muss, und garnichts mehr weiß.

Das Ganze wird mir vermutlich eine ganze Spur Selbstbewusstsein abverlangen. Aber in dem Fall hab ich das ja zum Glück. ;-)

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