Veganes Leben in Tomsk! Es wird besser und besser!

Standard

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen erst nach unserer Ankunft in Deutschland einen neuen Eintrag zu verfassen, aber das Schicksal kam mir zuvor. Zwei wichtige Dinge verändern mein vegetarisch-veganes Leben hier noch mal von Grund auf:

1) Ein LUSH Shop hat eröffnet. Wer diese nicht kennt darf gern mal hier schnüffeln. Es gibt dort alle möglichen Artikel für die körperliche Pflege, ganz frisch, tierversuchsfrei, vegetarisch und in vielen Fällen sogar vegan. Nun, wie alles hier, lebt auch der LUSH Shop von Mundpropaganda. So erfuhr ich ganz einfach durch eine von einer Dame in einem Bus getragenen Papiertüte mit dem bekannten LUSH Aufdruck, von der Neueröffnung. Eine kurze Suche im Internet hat mir dann weitergeholfen und ich habe direkt gesehen, dass der Shop im SmileCity Center eröffnet hat. Dort, wo ich so gern mit den Mädels einkaufen war, und wo ich Riekes Kater mit dem genüsslichen trinken eines BubbleTea in Extase versetzt habe 😀 Direkt am näcshten Tag ging ich auf Entdeckungstour. Die Mitarbeiterinnen waren LUSH-like geschult und kamen direkt auf mich zu um mir ihre Hilfe anzubieten. Ich lehnte erstmal freundlich ab und schnüffelte mich durch den Shop. Mein Ziel war die Abteilung mit den Massagebuttern (so eine Gewisse Person bettelt immer um Massagen, und ich hasse es ohne Matschepampe zu massieren). Diese habe ich direkt gefunden und dann doch um Hilfe gebeten, denn es war mir zu kompliziert die ganzen Inhaltsstoffe auf russisch durchzulesen, also habe ich gefragt welche davon vegan sind und zwei verschiedene gekauft. Einer ist leider nicht vegan, hat aber dafür einen sehr angenehmen unaufdringlichen Geruch. Der zweite riecht lecker nach Zitrone 🙂 Freu mich schon drauf die beiden zu testen. Was bemerkenswert war: Die Sachen waren – vielleicht auch dem momentan schwächelnden Rubel zu schulden – etwas günstiger als in Deutschland.

2) Im Laufe meiner Aktivitäten im Sprachlernzentrum des Goethe-Institut hier in Tomsk, hat mir irgendwer von den Deutschen Kollegen mal mitgeteilt, dass es in Tomsk ein vegetarisches Cafe gebe. Mit Christin (ebenfalls Vegetarierin) habe ich es leider nie geschafft dieses einmal aufzusuchen. Jetzt ärgert mich das total! Ein anderes Mädel aus der Buddybuilding Gruppe der Uni (jeder neue Student bekommt einen russischen Studenten als Buddy) fragte mich vor einiger Zeit ob ich Vegetarierin sei und wie es sich so leben würde als Vegetarierin in Tomsk. Sie bekäme zum Wintersemester einen neuen Schützling, und das Mädchen wäre sehr beunruhigt bezüglich der Ernährung hier. Ich fühlte mich natürlich direkt an meine eigenen Vorurteile zurückerinnert und versuchte mein Bestes, um die Ängste zu zerstreuen. In diesem zusammenhang kamen wir auch auf das Vegetarische Cafe zu sprechen und das nette Mädel suchte mir im Internet die Adresse raus. Dabei fanden wir heraus, dass das Cafe erst im Januar diesen Jahres eröffnet hatte. Erst jetzt habe ich es nun geschafft das Cafe zu besuchen und es ist ein Traum!

Es gibt eine täglich wechselnde Speisekarte und normalerweise ist ab frühen Vormittag (9/10) bis Abends (8/10) geöffnet. Die Preise sind ähnlich wie in russischen Cafeterien (столовая). Am Thresen beäugte ich zunächst die Karte und fragte dann nach veganen Gerichten. Ich wollte – genau wie bei LUSH – nicht ewig die Zutatenlisten lesen und auch den russischen Service ein wenig ausreizen. Der zurückhaltende Mann ging kurz in die Küche und kam mit einer Kopie der Speisekarte zurück, auf der alle veganen Gerichte markiert waren. Er sagte, dass die Salate sowieso alle vegan zubereitet werden könnten. Ich wählte einen Vitaminsalat (витаминный) und ein eigentlich typisch orientalisch/zentralasiatisches Gericht – Plow (Плов) – ein Gericht aus Reis, Möhren, Gewürzen und Fleisch (in meinem Fall Sojafleisch). Dazu wählte ich einen Gewürztee. Alles zusammen hat mich ziemlich genau 4 Euro gekostet. Es war super lecker und ich musste mich schon sehr zusammenreißen, nicht noch etwas zu bestellen. Die Atmosphäre war auch super: ayurvedische Hintergrundmusik, leichter Räucherstäbchengeruch und eine sehr angenehme alternative Einrichtung. Insgesamt ein super Lokal, dass ich nur empfehlen kann. Für alle Tomsk-Touristen und Studenten: Das Lokal befindet sich im Дом Путешественника, пер. Плеханова 5А. Wenn man davor steht kann man es eigentlich nicht übersehen.

Wer Plow kochen möchte und seine Russischkenntnisse auffrischen will, kann dieses Rezept probieren – natürlich vegan – und mir berichten ob es sich lohnt es selbst mal zu kochen.

 

Advertisements

Sommer in Sibirien – Deutschland kann sich warm anziehen!

Standard

Ohne Worte ❤

Dieses Foto habe ich letzten Sonntag gegen 9:30 Uhr gemacht. Das „I ❤ Tomsk“ wurde ein paar Tage vor Pavels Abfahrt in den bösen russischen Wald aufgestellt. Wir haben uns entschieden ein Foto damit später zu machen, wenn er wieder da ist. Denn es war ja nicht zu erwarten, dass das gute Stück so schnell wieder von der Bildfläche verschwinden würde. Doch eventuell war die Entscheidung nicht so gut. Wenn ihr genau hinseht solltet ihr erkennen, dass die Fläche genau vor dem Schriftzug ziemlich hell aussieht: Der Rasen ist völlig plattgelatscht und vertrocknet. Es grenzt auch beinahe an ein Wunder, dass ich hier ein Foto machen konnte, ohne dass hysterische Menschen davor stehen und sich darum streiten wer denn zuerst mit dem Knipsen dran ist. Aber das ist vielleicht der unchristlichen Uhrzeit geschuldet, zu der dieses Foto entstanden ist.

Ich war zu dem Zeitpunkt – gar nicht unchristlich – auf dem Weg zur evangelischen Kirche. Nachdem ich eine Woche zuvor schon einen Abendgottesdienst der lutherischen Gemeinde zusammen mit Natascha besucht hatte, wollte ich nun einen deutschen Gottesdienst der evangelischen Gemeinde erleben. Auf Deutsch war der Gottesdienst dann leider doch nicht, da ein anderer Pfarrer dort war. Da er aber kein Russe war, konnte ich seinem russischen Gottesdienst ganz gut folgen und nachdem ich nun schon zum zweiten Mal „Vater unser“ und Glaubensbekenntnis auf russisch hörte, fiel es mir leichter etwas zu verstehen. Es waren ziemlich viele Menschen dort, aber fast nur Frauen. Man drückte mir direkt 3 (!) dicke Bücher und zwei Zettel in die Hand: Bibel auf deutsch und je ein russisches und ein deutsches Gesangbuch; ein russischer Zettel mit dem Ablauf der Liturgie und ein kleiner Zettel auf Deutsch mit den zu singenden Liedern. Einige davon wurde auf deutsch, einige auf russisch gesungen. „Lobe den Herren“ sang die Gemeinde zum Schluss auf russisch. Ich hoffe mein deutsches Geplärre hat nicht zu sehr gestört 🙂 Schön war auf jeden Fall, dass offensichtlich in jedem Gottesdienst „Friede sei mit dir“ – „Мир тебе“ gesagt wird. Das heißt jeder gibt jedem die Hand und wünscht ihm Frieden. Mittlerweile kann ich das also auch schon auf russisch. Vielleicht bin ich nächsten Sonntag mal ein bisschen dreist und sag es einfach auf deutsch. Soweit ich es mitbekommen habe sprechen alle ein bisschen deutsch. Jedenfalls haben sie lautstark die Deutschen Lieder mitgesungen. Überhaupt singt die Gemeinde viel lauter als bei uns. In Deutschland scheint singen irgendwie aus der Mode gekommen, beziehungsweise in eine Peinlichkeitsecke gedrängt worden zu sein. Sehr schade…

Man war jedenfalls sehr nett zu mir und hat mich gebeten doch nächste Woche wieder zu kommen. Und ich wurde direkt gefragt was ich hier mache, wie lange ich schon in Tomsk bin, etc. pp. Ich spiele mit dem Gedanken mal zu fragen ob sie Interesse an einem „Deutschen Abend“ hätten. Man könnte ein paar deutsche Lieder singen und ich könnte etwas über die evangelische Kirche in Deutschland erzählen. Vielleicht lässt sich sowas mal vor Weihnachten organisieren. Das Interesse wäre ganz sicher da.

Nach dem Gottesdienst war ich richtig gut drauf. Es ist doch schön wenn es eine Sache gibt, die die Menschen zusammenschweißt und durch die man überall auf der Welt sofort freundlich aufgenommen wird. Nächsten oder übernächsten Sonntag gibt es dann tatsächlich einen Gottesdienst auf Deutsch. Also habe ich jetzt quasi einen sonntäglichen Pflichttermin 🙂

Fotos aus dem Innenraum der Kirche kann ich leider nur nachreichen, da mein Kartenlesegerät kaputt ist und ich die Fotos mit meiner Kamera gemacht habe.

Zum ungefähr 10. Mal wird hier gebuddelt. Genau an dieser Stelle sackt immer wieder der Straßenbelag ab wenn sie das Loch dann zugeschüttet und asphaltiert haben. Dass man hier nach einem wirklich heftigen Regentag anfängt zu baggern, ist aber schon eine Meisterleistung. Genau an dieser Stelle brach sich übrigens Ende März O.O. ihren Fuß. Was noch anzumerken ist: Einer arbeitet – zehn stehen rum und gucken zu. That´s Russia!

So sieht es jetzt am Tschechov-Denkmal mit Blick auf den Tom aus. Kaum zu glauben, dass hier vor einigen Monaten das Eis bis an die obere Kante stand. Als das Eis aufgesprengt wurde stand das Eis teilweise bis zu dem Punkt, wo der kleine Mann mit der rote Mütze steht. Mittlerweile geht das Wasser ein bisschen zurück und dort wo die vielen Menschen stehen ist sogar schon Sand. Man könnte sich also „theoretisch“ in die Fluten stürzen.

Für mein ökologisches Gewissen ist das ja eine Schande, aber die kleinen Büchsen erinnern mich irgendwie immer an meine Kindheit. Da es hier kein Pfand gibt, sind sie auch Gang und Gebe. Am Kiosk kostet eine Dose Pepsi Cola umgerechnet etwa 65 Cent, ungefähr so viel wie ein Blini ohne Füllung.
Das Wetter hier ist seit Wochen sehr gut. Immer so um die 25-30 Grad und Sonne oder bedeckter Himmel. Sobald man vor die Tür geht und sich ein bisschen bewegt schwitzt man und es gibt kaum eine Möglichkeit sich abzukühlen. Eigentlich fast ein Schock für mich. Noch in Deutschland dachte ich immer, dass ein sibirischer Winter mit Temperaturen zwischen -10 und +10 Grad aufwartet. Achja…diese Vorurteile…
In 3 Tagen kommt Pavel aus dem Wald zurück und in 2 Wochen starten wir unseren Trip nach Europa/Deutschland. Wir werden am 7. August mit dem Bus nach Novosibirsk zum Flughafen fahren. Am Morgen des 8. August geht dann unser Flug mit Ukraine Airlines über Kiev nach Berlin, wo wir gegen Mittag landen werden. Dann holt uns hoffentlich irgendwer vom Flughafen ab und wir werden Heiligenfelde und Umgebung unsicher machen, bevor es dann am 10. August nach Barcelona geht.

 

Kurzmitteilung
Eine Menge ist passiert seit dem mich sowohl die letzten deutschen Kommilitonen, als auch Pavel + Co. in Tomsk zurückgelassen haben. Ich habe viel für meine Masterarbeit geschafft, aber auch einige interessante Dinge erlebt. Beides ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass ich sehr viel Zeit habe, diese aber nur so selten wie möglich im Wohnheim verbringen möchte. Denn: Das liebe Geld hat mich dazu getrieben in ein Doppelzimmer umzuziehen. Der Altmärker würde dazu sicherlich sagen: Hasste jut jemacht mijn Mädel. Ich sehe das genauso, allerdings ist die kommunikative Ausbeute des ganzen eher gering, was zu einer eher miesen Stimmung führt. Ja, es könnte alles so schön sein. Die Situation trägt nicht unbedingt zur Völkerverständigung bei (das zweite Bett in meinem Zimmer ist NICHT von einer Russin belegt, nur um gleich mal alle negativen Gedanken in diese Richtung zu verhindern).
Schnee im Juli? – Pollen, Pollen, Pollen. Überall! So schön es auch aussieht, ich bin froh dass es mittlerweile geregnet hat.

Aber nun gut. Man kann sich daran erquicken oder daran zugrunde gehen wie man will: Ich habe Hobbys und Freunde. Das ist gut, denn das schützt mich davor die Situation unnötig überzuinterpretieren wie ich es gern tue. Was habe ich also erlebt in den letzten 10 Tagen. Zuerst einmal habe ich Rieke (die letzte Deutsche) zum Flughafen gebracht. Der Rückweg verlief nach kurzer Diskussion ob wir den Bus oder ein Taxi nehmen sollen in etwa so:

Caro läuft zum ersten Taxi. Taxifahrer sitzt im Taxi.

Caro: Sind sie frei? – Antwort: Ja

Caro: Was kostet die Fahrt nach Tomsk? – 600 Rubel (15 Euro)

Caro dreht sich weg und geht zum nächsten Taxi…

Caro: Sind sie frei? – Ja – Was kostet die Fahrt nach Tomsk? – 600 Rubel – Zu teuer!

Caro geht zum nächsten Taxi.

Caro: Sind sie frei? – Nein.

Caro geht – langsam etwas verzweifelt – zum nächsten Taxi…

Caro: Sind sie frei? – Ja. – Was kostet die Fahrt nach Tomsk? – 600 Rubel – Zu teuer!

Caro dreht sich um und will gerade drei Schritte gehen, da hört sie den

Taxifahrer: 500 Rubel!!! –

Caro: Nein! Zu teuer.

Taxifahrer: Was denken sie denn? Machen sie einen Preisvorschlag!

Caro: 400 Rubel.

Taxifahrer: Ach habt euch nicht so. Steigt ein. Sagt 500 und gut. Los los.

Caro: Es kostet immer 400 Rubel. Wir sind keine Touristen!

Taxifahrer: Aber ihr habt doch noch Gepäck dabei. Dann sind 500 Rubel ok.

Caro: Wir haben kein Gepäck. Wir sind keine Touristen. 400 Rubel!

Taxifahrer: Los, steigt ein.

Caro: 400 Rubel?

Taxifahrer: Ja, gut. Ok.

Wir steigen ein und er war sogar nett und ein bisschen gesprächig. Und das um 6 Uhr morgens 😀

Mein Verhandlungsgeschick wird hier also auf eine harte Probe gestellt. Aber wenn man weiß wie viel der Spaß normalerweise kostet lässt man sich ja nicht mehr so übers Ohr hauen. Vor allem wenn man für den Bus nur 15 Rubel (33 Cent) bezahlt hätte (Ich hatte keine Lust um die frühe Uhrzeit mit meiner Begleitung über die Wahl unseres Verkehrsmittels zu diskutieren. Allein hätte ich wohl den Bus genommen.)

Gestern war der 07.07.2013. Vor genau 6 Jahren habe ich mein Abizeugnis übergeben bekommen. Erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Aber es gibt auch noch von aktuellen Ereignissen zu berichten:

1) Am Lagernij sad (Garten) war ein Jazz Picnic. Am Samstag Abend war ich mangels williger Begleitpersonen allein für 2 Stunden dort und lauschte der Livemusik vor grandioser Kulisse. Am Sonntag traf ich mich dann dort mit einer russischen Studentin aus dem Buddy Building Club. Sie war mit einigen Freunden da. Also hatte ich mal wieder Kontakt zu neuen Leuten.
Konzert am Lagernij sad am Samstag Abend.

2) Am Sonntag fand im Deutsch-Russischen Haus ein kurzes Meeting von Russlanddeutschen Vereinigungen der Region Tomsk und offiziellen Angehörigen der Gebiets- und Stadtadministration mit dem Beauftragten des Bundestages für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Herrn Dr. Christoph Bergner statt. Der ehemalige Ministerpräsident meines schönen Heimatbundeslandes fand also den Weg nach Tomsk. Ich erfuhr eher zufällig davon, war dann aber sehr glücklich über die Abwechslung und habe mich sogar kurz mit ihm unterhalten. Er hat mir versprochen Grüße an die Altmark auszurichten. Von der inhaltlichen Seite war das Treffen eher mager. Die Russen haben meiner Meinung nach einen Hang dafür das ganze formell zu gestalten und unnötig aufzubauschen, so dass am Ende kaum Zeit für die wichtigen Fragen bleibt. Das Russisch-Deutsche-Haus wird mich aber noch ein paar Mal zu Gesicht bekommen. Ich hoffe sehr, dass man demnächst mal eine Homepage einrichtet und alle dort stattfindenden Termine zentral listet.

3) Der 07.07. ist Iwan-Kupala-Tag. An diesem Tag bespritzen sich alle mehr oder weniger sinnlos mit Wasser. Warum genau, kann einem hier niemand erklären. Es hat irgendwas mit der Sommersonnenwende zu tun (hier gibts mehr Infos auf russisch). Jedenfalls hatte ich im Vorfeld einiges darüber gehört und war bei meinem Rückweg vom Jazz Konzert gegen 22 Uhr schon etwas traurig, von der Wasserplanscherei gar nichts gesehen zu haben. Und da geschah es: Ich wartete an einer Kreuzung auf das grüne Ampelzeichen und schwups, wurde ich aus einem vorbeifahrenden Auto mittels Wasserpistole nass gespritzt. Ich muss echt blöd geguckt haben, denn ich habe mich wirklich gefreut, dass es doch noch passiert ist. In Deutschland würde man sich wahrscheinlich das Kennzeichen merken und die Polizei rufen… Danach sah ich noch mehrere Autos aus denen Leute mit Wasserpistolen auf Fußgänger gefeuert haben. Bei dem tollen Wetter war das wirklich angenehm!

 

Алле зинд вэк… – Alle sind weg…

Hamburg – Moskau – Tomsk

Standard

Ich bin wieder in Tomsk angekommen. Aber vorher hatte ich eine suuuuper Zeit in Moskau. Es war soooo schön. Nach 11 (!!!) Jahren habe ich Olga wieder getroffen und ihre Familie ist so lieb. Es war herrlich und ich wusste direkt warum mein Aufenthalt in Deutschland nur zwei Wochen gedauert hat. Natürlich ist es schön in Deutschland und natürlich war es schön meine Familie zu sehen, von der Traufe in Seehausen ganz zu schweigen. Aber Russland hat doch irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich und irgendwie fühle ich mich hier wohl. Es ist ein ganz anderes Wohlgefühl als in Spanien. Vielleicht weil ich dort nicht so viel verstehe. Vielleicht aber auch weil mir die Art und Weise der Menschen in Russland lieber ist. Spanien ist super – für den Urlaub. Das was ich jetzt hier in Tomsk habe fühlt sich aber nicht an wie Urlaub, sondern wie das Leben 😉
Was ich in Moskau so getrieben hab?

20130624-000905.jpg

20130624-000911.jpg

20130624-000917.jpg

20130624-000922.jpg

20130624-000927.jpg

20130624-000932.jpg

20130624-000936.jpg

20130624-000944.jpg

20130624-000949.jpg
Die beiden letzten Fotos sind wieder in Tomsk entstanden. Ich hoffe ihr könnt sehen dass ich ein bisschen braun geworden bin und der Sommer hier locker mit dem schrecklichen Auf und Ab in Deutschland mithalten kann. Rieke fliegt am Dienstag nach Hause. Dann bin ich die letzte Deutsche hier im Wohnheim…

 

Einmal Tomsk – Berlin bitte!

Standard

Vier Monate gingen schneller vorbei als mir lieb war.
Ich habe mein Russisch verbessert, Sibirien erkundet und eine Menge netter Menschen kennen und lieben gelernt.
Seit 10 Tagen bin ich nun wieder in Deutschland. Der vermutete Kulturschock lässt noch auf sich warten. Kaum etwas hat sich verändert, nur die Natur ist unglaublich grün. Es gibt eine neuen FünfEuroSchein und ein paar neue Songs im Radio. Darüber hinaus hat sich aber kaum etwas getan.
Mein Zimmer im Wohnheim in Tomsk musste ich vorerst komplett räumen. Viele meiner Klamotten warten bei Rieke und Christin auf meine Rückkehr am 11. Juni. Vielleicht ist es auch deshalb nicht ganz so besonders, in Deutschland zu sein – Ich weiß, dass ich Tomsk und Russland in Kürze wieder sehen werde. Darum hält sich das Abschiedsgefühl noch in Grenzen.
Bevor ich ohne sibirische Bären und alkoholisierte Russen in Berlin eingetroffen bin, waren aber knapp 6000 km Luftlinie zu überwinden.

Reiseabschnitt 1: Tomsk – Moskau

Das Taxi wurde zum Glück für mich bestellt, so dass ich mich am Tag zuvor nicht auch noch darum kümmern musste. Der Abschiedsschmerz war ja auch so schon groß genug. Also ging es mit dem Taxi um 5:30 zum Flughafen, der sich etwa 20-30 Fahrminuten entfernt befindet. Das Auto war eine olle Klapperkiste, aber sonst lief alles ganz gut. Angekommen am Fughafen, konnte ich schnell einchecken. Mein Koffer war 2,5 kg zu schwer und ich sollte dafür zusätzliche Gebühren zahlen. Aber ich hatte ja Rieke und Eilyne als Unterstützung dabei. Als ich eine Flasche Sekt zum Vorschein brachte und in einer überschwänglichen Geste an Rieke überreichte, fasste sich die Servicemitarbeiterin ein Herz und gab mir zu verstehen, dass ich die Flasche wieder in den Koffer tun könne und alles ok sei. Sie würde ein Auge zudrücken. Schön. Und wieder lernen wir: Emotionen bringen uns im Reich der Bären und Tiger schneller und effizienter ans Ziel. Nachdem ich meinen Koffer dann los war, konnte ich beinahe direkt durch die Handgepäckkontrolle laufen und hier trennten sich die Wege von Eilyne und mir nun nach 4 Monaten. Es war komisch sich zu verabschieden und zu wissen, dass sie bei meiner Rückkehr nicht mehr hier sein würde.

Ich konnte direkt zum schon begonnenen boarding gehen. Ich hatte Sitzplatz 24c. Das war dummerweise in der letzten Reihe am Gang. Genau! Da wo die Toiletten sind! Ich flog zum ersten Mal mit UTair, aber auf Grund der Innovationskonsultation in Tomsk war das Flugzeug voll mit Businessmen. Neben mir nahmen 2 Herren Platz und ich beobachtete beim Einnehmen der Sitzplätze eine komische Situation: zwei Reihen vor uns setzte sich eine Dame mit Platz Nummer 19f ebenfalls an den Gang und nicht ans Fenster. Als dann die Passagiere mit den Nummern 19d und e kamen, waren diese nach Konsultation mit der Frau einig, dass sie den Fensterplatz hätten. Ich dachte mir nichts weiter dabei, fand die Stuation aber komisch. Denn logisch wäre ja: (Fenster) a b c (Gang) d e f (Fenster). Nungut. Wir starteten pünktlich um 7 Uhr vom Tomsker Flughafen und ich hatte einen tollen Ausblick über die Stadt. Mir stand ein etwa 4,5 stündiger Flug bevor. Also versuchte ich es mir zwischen männlicher Schulter und Toilettengang so bequem wie möglich zu machen. Die Sitze konnte man leider nicht zurück klappen da wir in der letzten Reihe saßen. Die Personen vorher machten von dieser tollen Technik aber vollends Gebrauch. So eingequetscht, verschlief ich etwa 2 Stunden und wurde wieder wach, als ich nach Hühnchen oder Fleisch gefragt wurde. Ich entschied mich fürs Hühnchen, denn ich hatte Hunger und wollte nicht komplett ablehnen. Neben dem Hühnchen fand ich ein paar essbare Kartoffeln und ein trockenes Brötchen, welches diesen Namen eigentlich nicht verdient hat. Etwa eine Stunde später gab der Pilot zu verstehen, dass wir noch 50 Minuten bräuchten obwohl wir eigentlich schon in 15 Minuten in Vnukovo hätten landen sollen. Ich verstand noch was mit „Domodedevo“ und „geschlossen“ und das war's. Ich reimte mir zusammen, dass wir wahrscheinlich in Domodedevo landen würden, weil Vnukovo gesperrt wäre. Da ich aber eigentlich 6 Stunden Aufenthalt in Vnukovo bis zu meinem Weiterflug nach Berlin gehabt hätte, machte ich mir erstmal weniger Sorgen um das weitere Vorgehen. Alle Russen blieben ruhig und somit sah ich keinen Anlass zur Beunruhigung. Etwa 45 Minuten später gab der Kapitän bekannt, dass wir in 15 Minuten in Domodedevo landen würden und Vnukovo immernoch gesperrt sei. Ich fragte dann meinen Sinachbarn warum wir nicht in Vnukovo landen. Er sagte: „Wetter“. Ein Wort und nichts weiter. Und das obwohl ich in meinem besten Russisch gefragt hatte. Hilfsbereitschaft war von dem Herrn also nicht zu erwarten. Als wir landeten saßen wir schon 6 Stunden im Flugzeug. Meine Umsteigezeit schmolz dahin. Ich hatte noch etwa 4 Stunden Zeit um von Domodedevo nach Vnukovo zu kommen. Per sms Kontakt nach Tomsk konnte ich in Erfahrung bringen, dass mein Lufthansaflug normal in Vnukovo starten würde und ein Taxi nach Vnukovo 50 Euro kosten und bis zu 3 Stunden brauchen könnte, wohl aber die beste Shuttleoption wäre. Noch saß ich aber im Flugzeug. Und das noch eine ganze Weile. Nach 7 Stunden auf diesem unsäglichen Sitzplatz entließen uns um 11 Uhr Moskauer Zeit die Stewards (da war sogar der wohl erste heterosexuelle Steward den ich je getroffen habe dabei) in das Gewusel des Hauptstadtflughafens, der durch eine Reihe von Flugumleitungen völlig überfüllt war. Wir hatten auf einem sehr provisorisch anmutenden Parkplatz geparkt – wie noch etwa 5 andere Maschinen.

Reiseabschnitt 2: Moskau Domodedewo – Vnukowo

Raus aus dem Fieger, rein ins Chaos. Nirgends war jemand zu sehen, den man hätte ansprechen und fragen können, was denn nun weiter passiert. Ich hatte zwei unterschiedliche Airlines gebucht weshalb auch niemand zuständig gewesen wäre. UTair hat mich ja nach Moskau gebracht, nur eben an einen anderen Fughafen und Lufthansa konnte ja nichts für die Umleitung. Also erstmal auf den Koffer warten. Das dauerte ungefähr 45 Minuten und der Flug kam laut Lautsprecherdurchsagen und Anzeigetafel auch nicht aus Tomsk, sondern aus Novosibirsk. Scheinbar waren alle ein bisschen überfordert. Als ich meinen Kopfer dann endlich in Händen hielt, war ich ein bisschen überfordert: was jetzt? Es waren noch knapp 3 Stunden bis zum Abflug meines Fluges von Moskau Vnukovo nach Berlin. Zuerst ging ich voll bepackt zum Schalter von Lufthansa (Airline meines Weiterfluges) und fragte dort, was ich tun könnte. Man sprach etwas Englisch, konnte mir aber logischerweise nicht weiterhelfen. Man war ja nicht Schuld an der Umleitung und empfahl mir ein Taxi zu nehmen oder den Flug umzubuchen, so dass ich von Domodedevo hätte fliegen können. Das kam aber beides nicht in Frage. Also ging ich zum allgemeinen Infoschalter des Flughafens und fragte dort nach dem Servicepoint von UTair. Dort angekommen, wartete ich etwa 5 Minuten in einer Schlange um dann zu erfahren, dass die Service Mitarbeiterin kein Englisch sprach und ich mich doch an eine andere Schlange anstellen solle. Es hatte keinen Zweck danach noch auf russisch zu versuchen ihr mein Problem mitzuteilen. Es war ihr sichtlich zu kompliziert mit jemandem zu kommunizieren, der nicht perfekt russisch sprach. Also stellte ich mich brav an die nächste Schlange. Dort beschwerte sich schon lauthals ein kleiner Pulk Menschen. Ich hörte nur „Vnukovo“ und „Autobus“. Daraufhin fragte ich einen nett wirkenden Mann vor mir, ob es darum ginge einen Bus nach Vnukovo zu organisieren und ob sie auch dort hin fahren würden. Er bejahte und ab da an hielt ich mich an ihn und seine Familie. Keiner fragte nach meinem Flugticket oder meinem Pass, ich rannte einfach hinter der Gruppe her um mich dann mit ihnen in einen kleinen Bus zu quetschen, der von der Arline organisiert wurde. Es war kaum möglich sich darin zu bewegen. Ein Mann fragte den Busfahrer, wie lange wir für die Fahrt brauchen würden (scheinbar musste nicht nur ich einen Weiterflug erreichen): Wenn es Stau gäbe bräuchten wir etwa 2 Stunden. Wenn es keinen Stau gäbe könnte man es auch in einer halben Stunde schaffen. Ich hatte noch 2 Stunden und 45 Minuten bis zum Abflug meines Fluges. 40 Minuten vor Abflug schließen in der Regel die Ceck in Schalter.

Ich kam in den Genuss, einiges von Moskau zu sehen. Große Wohnhäuser, die Stadtautobahn und einen IKEA. Ansonsten war die Fahrt der reinste Horror. Ich konnte meine Kniee kaum noch spüren und ich hatte unglaublichen Hunger. Zum Glück hatte ich am Morgen noch ein fast komplettes Brot in meine Handtasche gepackt. Daran knabberte ich während der Busfahrt. Ich wurde immer nervöser, denn es stand noch nirgends etwas von Fughafen an den Schildern und ich hatte immer weniger Zeit. 40 Minuten bevor mein Flug starten sollte, hielt der kleine Bus vor dem Abflugterminal Vnukovo.

Reiseabschnitt 3: Moskau – Berlin

Koffer schnappen, durch die Sicherheitskontrolle, ab zum Check in Schalter (noch 35 Minuten) – Berlin? Ja! Den Koffer kann ich nicht mehr annehmen, sie müssen zum Sperrgepäckschalter. Ok – weiter zum Sperrgepäckschalter, Koffer abgeben, weiterrennen zur Passkontrolle – Wären sie so freundlich mich vor zu lassen? Ich bin spät dran und bei meinem Fug hat schon das boarding begonnen (noch 25 Minuten) – Gesichter die Unverständnis zeigten aber nickten, warten, warten, warten, Passkontrolle (noch knapp 20 Minuten) – zur Sicherheitskontrolle, schnell alles aufs Band, durch durch den Türrahmen – piiiiieep – Gürtel gezeigt, die Servicedame besteht drauf, dass ich ihn abnehme und noch einmal durch den Türrahmen marschiere – nochmal, alles gut – Gürtel schnappen, in die Handtasche quetschen, Handgepäckkoffer schnappen, zu Gate 31 rennen (noch 15 Minuten) – Erstaunt feststellen, dass vor Gate 31 kein Mensch wartet und auch kein Personal mehr zu finden ist, Fast Resignation, doch dann „Passagiere des Fuges xyz bitte zum Gate 29“ – zu Gate 29 rennen und feststellen, dass das Boarding noch gar nicht angefangen hat, alle stehen aber schon in einer Schlange und warten. Sich beruhigen, eine Cola kaufen, ein Croissant kaufen und essen. Boarding, einsteigen, Sitzplatz 21f, Fenster, cool, hinsetzen, geschafft.

2 Minuten später: Hey, junge Frau, sie sitzen auf meinem Platz! – Oh, Entschuldigung, aber das ist mein Platz: 21f. – Nein, f ist am Gang. – Ich glaube nicht. Schauen sie doch mal hier (Fingerzeig auf das Bildchen). – Nein, d ist immer am Fenster. — Ok, dachte ich mir, wenn der Spinner unbedingt am Fenster sitzen will und eine junge Frau von dort verjagen möchte, bitteschön. Nachdem sich auch noch eine andere Frau einmischte und meinte, d wäre immer am Fenster, sagte ich, dass es mir egal sei und räumte meinen Platz. Ich muss zugeben dass ich entgegen aller Logik ein wenig an mir selbst zweifelte.

Das Flugzeug hob mit etwa 30 Minuten Verspätung ab. Das Personal war sichtlich genervt und ich beobachtete wie ein Steward zu dem anderen sagte “ Warum kommen die anstrengenden Flüge immer zum Schluss der Schicht?“ Ich dachte mir erst nichts dabei, aber als die Russen (Ich tippe hauptsächlich Russlanddeutsche) dann loslegten wurde mir einiges klar: ungefähr jede Frau wollte ein Kissen und eine Decke, bei der Essenvergabe wollten alle Fleisch und Hühnchen ist ja bekanntlich kein Fleisch, dann wollten welche alkoholfreies Bier (???häää???) und andere komische Dinge.

Ich bekam mein Essen zuerst, denn ich hatte bei der Buchung vegetarische Ernährung angeklickt. Die Stewardess die das Sonderessen verteilte kam zu meiner Reihe und sah verstört den russischen Herren auf Platz 21 (f?) an. Dieser beachtete sie nicht weiter. Ich sagte: „Das ist bestimmt für mich“. Sie war verdutzt: „21f? Haben sie sich umgesetzt?“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein, aber der Herr war der Überzeugung, dass f immer am Gang ist.“ Sie blickte verständnislos und sagte: „Nein, f ist der Fensterplatz.“ Der nette Herr bekam das mit und guckte ab da an nur noch grimmig durch die Gegend. Ich schwor mir, bei meinem Rückflug auf einen „f“ Platz zu bestehen und richtig Spass zu haben, falls sich wieder jemand meinen Fensterplatz erschleichen will. Ab da an war es eigentlich ziemlich lustig. Das Essen war klasse (vielleicht meinem Hunger geschuldet) und es gab deutsches Bier. Ich verkniff mir die Stewards zu fragen, ob der Stressfaktor ihrer Arbeit mit der Nationalität der Passagiere zusammenhängt. Beim Flug über Berlin sah ich dann das Sonycenter, den Fernsehturm, das rote Rathaus usw usw.

Danach lief alles ohne Probleme ab. Meine Eltern und der coolster aller Coolen haben mich abgeholt und wir sind durch das grüne Brandenburg gegurkt bis wir erst bei meiner Oma und dann zu Hause angekommen sind.

Es war ein Abenteuer, aber ich bin nicht scharf auf eine Wiederholung. 😉

Roter Ingwer-Smoothie gegen sibirische Erkältungswellen

Standard

Angesichts des guten Wetters trauen sich die Russen mittlerweile mit T-Shirt und natürliche ohne Mützen und Schals aus dem Haus. Nicht alle…aber einige. Und das führt zu einer offensichtlich heran rollenden Erkältungswelle. Nachdem ich heute im Blinishop einige hab schniefen hören und auf dem Heimweg eine Person mit Mundschutz gesichtet wurde, ist es an der Zeit, die eigenen Abwehrkräfte zu unterstützen. Also gibt es heut mal wieder ein kleines Rezept von mir. Auf den ersten Blick vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall nachahmungsreif:

Zutaten für etwa 2-3 GläserOLYMPUS DIGITAL CAMERA

etwa 150g TK-Kirschen

etwa 150g TK Erdbeeren

150 ml aufgekochter warmer Grüner Tee (ich bevorzuge ihn mit Jasmin geschmack, es kann aber auch anderer Grüner Tee sein. Grüner Tee dämpft nachweislich das Hungergefühl und hat noch einige andere positive Eigenschaften. Dafür sollte er aber entgegen der landläufigen Meinung mindestens 5 Minuten ziehen, damit die sekundären Pflanzenstoffe austreten können. Damit er nicht bitter wird kein kochendes Wasser zum aufgießen nehmen, sondern das Wasser erst ein paar Minuten abkühlen lassen.)

etwa 100 ml Granatapfelsaft (kann auch anderer beliebiger Saft sein)

etwa 10 ml (Schnapsglas) Kokosmilch (Sojasahne solle auch gut gehen)

ein halber Teelöffel Vanillezucker

ein Stück Ingwer (etwa 1 cm, am besten mit der Knoblauchpresse zerkleinern)

1 gehäufter TL Leinsamenschrot (für die Verdauung und das Sättigungsgefühl. Optional!)

evtl. etwas Sirup oder Agavendicksaft

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß und ein paar Minuten mit dem Stabmixer pürieren.

Mir hat es die Kombination mit dem Ingwer angetan, auch wenn ich zuerst gegenüber meiner eigenen Idee etwas skeptisch war 🙂 Probiert es aus und bleibt gesund 🙂

Caros sibirisches Pesto – machbar in allen Lebenslagen…

Standard

Auf vielfachen Wunsch hier mein bald weltberühmtes Pesto. Das Gute: Die Zutaten bekommt man selbst im kleinsten Magasin 😉

Zutaten:

2 mittelgroße Tomaten (im besten Fall ohne Haut)

1-2 Knoblauchzehen

150-200g Nüsse (möglichst ohne Haut, Haselnüsse machen sich nicht so gut, zu empfehlen sind Walnüsse, Mandeln oder Cashewnüsse)

ein halbes Bund Petersilie (kann auch durch Basilikum etc. je nach Geschmack ersetzt werden, sollte aber auf jeden Fall frisch sein)

Salz, Pfeffer und wichtig: Chilipulver

–> Alles in den Mixer oder mit dem Zauberstab pürieren. Kann auch als Brotaufstrich verwendet werden.